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Die großen Kriminalfälle - Giftpaket nach Rügen |
| Buch und Regie: | Ute Bönnen und Gerald Endres |
| Kamera: | Friedemann Rehse |
| Schnitt: | Gabi Seelis |
| Redaktion: | Jürgen Tomm (SFB) |
| Produktion: | cintec Film- und Fernsehproduktion |
| Erstausstrahlung: | ARD 2002 |
| Länge: | 45 min |
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Inhalt: 1955 wird die 20jährige
Anna Denczyk, Arbeiterin im Fischwerk in Saßnitz auf Rügen
Opfer eines Anschlags. Sie und ihre Freundin haben von vergifteten Lebkuchen
probiert, die in einem Paket von einem anonymen "Weihnachtsmann aus
Jüterbog" bei ihnen ankamen. Die beiden Frauen überleben
nur knapp. Anna Denczyk beschwert sich,
1958 bekommt die Polizei von der Staatsanwaltschaft einen Rüffel,
und dann überstürzen sich die Ereignisse. Bergemann wird festgenommen,
und nach ein paar Tagen intensiven Verhörs, gesteht der Landarbeiter
überraschend nicht nur den Anschlag auf Anna Denczyk, sondern auch
die Beteiligung an Massenerschießungen von Juden sowie Verbrechen
an russischen Gefangenen während des Kriegs. Wir haben zu diesem Fall mit Hilfe des Brandenburgischen Landesarchivs und des Bundesbeauftragten die für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes ("Gauck-Behörde") viel bis dahin Unbekanntes ausgraben können. Letztlich wissen wir auch nicht, ob Otto Bergemann unschuldig war, wir wissen nur, dass er aufgrund völlig unzureichender Beweise verurteilt wurde.
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