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| Buch und Regie: | Ute Bönnen und Gerald Endres |
| Kamera: | Vladimir Subotic |
| Schnitt: | Alex Fisch |
| Redaktion: | Hans-Jürgen Börner (NDR) |
| Produktion: | doc.station |
| Länge: | 45 min |
Inhalt:
Ruth Blaue war eine attraktive, extravagante Frau aus guter Familie, doch ihr Lebenslauf zeigte früh Brüche. Eine erste Ehe in den 30ern wurde nach kurzer Zeit geschieden. Wegen Betrugs muss sie für kurze Zeit ins Gefängnis, angeblich ging sie auch auf den Strich. Das ändert sich zunächst auch nicht, als der Krieg zu Ende ist. John Blaue räumt im Auftrag der Briten Minen in der Nord- und Ostsee. Ruth Blaue eröffnet in der Kleinstadt Elmshorn die "Blaue Stube". Der Laden ist Buchladen, Leihbücherei und Galerie zugleich. Schnell wird die "Blaue Stube" zu einem Zentrum für Künstler und Kunstinteressierte. Und da lernt Ruth Blaue auch den jungen Horst Buchholz kennen einen ehemaligen Jagdflieger, der sich als Bildhauer und Holzschnitzer durchzuschlagen versucht. Ruth Blaue bietet ihm an, in ihre Wohnung einzuziehen, bevor in der von Flüchtlingen überfüllten Stadt jemand vom Amt eingewiesen wird. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung. Doch dann kommt John Blaue zurück. Die kulturellen Neigungen seiner Frau teilt der lebenslustige Seemann nicht. Er will, dass Ruth Blaue die "Blaue Stube" aufgibt, um mit dem frei werdenden Geld wieder eine Spedition zu eröffnen. Nach dem damals noch geltenden Eherecht aus Kaisers Zeiten hat er als der Mann auch das Recht, das durchzusetzen, und eine Scheidung ist auch nicht möglich, wenn ein Partner nicht einwilligt und sich nichts zuschulden kommen lässt. John Blaue will die Ehe weiterführen. Jetzt wohnen das Ehepaar und der Liebhaber der Frau auf engstem Raum zusammen. Auf Dauer ist das eine unerträgliche Situation, doch dann ist John Blaue über Nacht verschwunden. Jahre später nimmt sich der Leiter der Mordkommission in Itzehoe die ungeklärten Fälle aus der Nachkriegszeit vor, und in kriminalistischer Kleinarbeit findet er heraus: Der Tote aus dem See muss doch John Blaue sein, Ruth Blaue und ihr Liebhaber sind die Täter. Doch kurz vor dem Prozess begeht Horst Buchholz in seiner Zelle Selbstmord. Ruth Blaue versucht nun, ihm die Tat zuzuschieben, doch von ihren vielen Geständnissen kommt sie nicht mehr herunter.
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