Der Bromberger Blutsonntag |
| Buch und Regie: | Ute Bönnen und Gerald Endres |
| Kamera: | Krzysztof Iglikowski |
| Redaktion: | Wilhelm Reschl (SDR) |
| Produktion: | Zebra Film, TVP Gdansk |
| Erstausstrahlung: | Südwest 3 1996 |
| Länge: | 44 min |
![]() Bromberg zwischen den Weltkriegen - Ein Zentrum deutschen Lebens in Polen |
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Inhalt Bromberg/Bydgoszsc gehörte von 1772 bis 1920 zu zu Preussen, dann lag die Stadt im "Korridor" des wiedergegründeten Polen zur Ostsee. Auf Jahrzehnte der Germanisierung folgte nun die Polonisierung, doch Bydgoszsc blieb ein Zentrum deutschen Lebens in Polen Am 3.September 1939, zwei Tage nach Kriegsbeginn, flohen polnische Truppen durch Bydgoszcz/Bromberg. Plötzlich waren Schüsse zu hören. Das Gerücht verbreitete sich, die in der Stadt ansässigen Deutschen machten einen Aufstand. An diesem Tag endete das jahrhundertelange friedliche Zusammenleben von Deutschen und Polen in Bromberg in einem Blutbad. Noch heute gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Versionen dieser Geschichte. In polnischen Schulbüchern steht, daß patriotische Bürger einen Aufstand von Naziagenten niedergekämpft hätten. Ehemalige deutsche Bromberger erzählen, daß polnische Kommandos unschuldige Deutsche aus ihren Wohnungen holten und ermordeten. Die Nazis versuchten mit dem "Bromberger Blutsonntag" nachträglich den Überfall auf Polen zu rechtfertigen und begingen ein "Massaker" zu Vergeltung. Polen benutzte später die Bromberger Ereignisse zur Begründung der Vertreibung. Der Film beschreibt das Zusammenleben von Polen und Deutschen und die Mischung aus Angst, Nationalismus und Rachegelüsten, die dieses Zusammenleben zerstörte und zu einer Abfolge von wechselseitigen Massakern führte. |
Links:
Die "Holocaust-Referenz" zum Bromberger Blutsonntag
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Literaturtips:
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E-mail an Ute Bönnen/Gerald Endres