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| Buch und Regie: | Ute Bönnen und Gerald Endres |
| Kamera: | Friedemann Rehse |
| Schnitt: | Gabi Seelis |
| Redaktion: | Rolf Bergmann |
| Produktion: | RBB |
| Erstausstrahlung: | 3. Oktober 2010 um 14:05 in der ARD |
| Länge: | 45 min |
Inhalt: Als das Haus im Kaiserreich geplant wurde, hatte das Parlament noch nicht viel zu sagen, und viel Streit gab es schon um die Errichtung des Gebäudes. Baubeginn war 1884, erst 1916 wurde die Inschrift "Dem Deutschen Volke" über dem Portal angebracht – als der Kaiser sein Volk für die Fortsetzung des Weltkriegs benötigte Im zweiten Weltkrieg galt ausgerechnet die Ruine des deutschen Parlamentssitzes den Soldaten der Roten Armee als das "Herz der faschistischen Bestie". In den letzten Kriegstagen entspann sich ein erbitterter Kampf um den Reichstag. Die Bilder vom Hissen der Roten Fahne auf dem Gebäude gingen um die Welt. Dann lag das Haus lange Jahre als Ruine an der Berliner Sektorengrenze, nur wenige Meter von Ostberlin entfernt. Es war Kulisse riesiger Kundgebungen gegen die Blockade und den Mauerbau. Erst in 60er Jahren begann der Wiederaufbau, aber wozu? Schulklassen besuchten die Ausstellung im Reichstagbau, und wenn mal wieder ein Bundestagsausschuss als Pflichtübung eine Sitzung im Reichstagsgebäude abhielt, war das begleitet von lautstarken Protesten und Schikanen der DDR. Für die meisten Westberliner war das Haus allenfalls der Hintergrund für das sonntägliche Fußballspiel im Tiergarten. Nach der Wiedervereinigung lag das Gebäude nicht mehr am Rand, es wurde wieder zu dem Ort, an dem die Politik gemacht wird.
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